Ist sie nicht perfekt?

Ist das nicht die Frage, die uns heut zu Tage als Mann quält? Wir sehen Werbung, in Jeder scheint das Maß einer Traumfrau zu sein. Gebräunt, klasse Figur und natürlich der Mercedes, der einem sagt, wann man eine Pause einlegen muss. Überall sind sie und bestimmen die Richtlinie, die wir als „Perfekt“ ansehen.

Es grenzt schon an Selbstironie, dass das selbe Medium uns vorgaukelt, dass wir es dann nötig haben, uns mit einem Deodorant ein zu sprühen – mit dem Nutzen, dass die Frauen in Scharen zu uns kommen. „Urinstinkt“ haucht man uns in der Werbung zu und zieht dem Mann eine Haut aus Leder an.

Ja, Lack und Leder. Das Holz, aus dem Männerträume geschnitzt sind. Doch wie würde das Ergebnis aussehen, wenn wir uns daran setzen, unseren Männertraum in Frauenform aus dem Holz zu schnitzen?

Ecken, Kanten und ganz bestimmt keine Traumfigur. Aber ist doch klar, dass die Frauen auf uns zufliegen – wir haben ja das Deodorant, dürfte also nicht so schwer sein. Das Holz schnell verbrannt, wie es die Öl-Multis aktuell mit unserem Geld tun.

Moment, wo ist eigentlich das Klischee geblieben, dass Frauen nur unser Geld wollen? Da sind sie plötzlich. Die Karrierefrauen. Keine Kinder, bitte nicht kochen und schon gar nicht Wäsche machen. Perfekt sein. Geld haben. Am Besten im Vorstand einen Platz besetzen.

Wie sieht es eigentlich aus, wenn so eine Karrierefrau nun das Holzstück zur Hand nimmt und sich ihren Traummann schnitzt?

Perfekt?

30.4.11 03:00

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